Inmitten des Chaos gibt es auch Möglichkeiten.
Sun Tzu
Wie kann ich gute Entscheidungen treffen?
Wie kann ich sicher sein, dass die Entscheidung richtig ist?
Dafür gibt es wahrscheinlich keine konkrete Antwort.
Für mich kann eine wichtige Entscheidung nur getroffen werden, wenn ich sie spüren kann. Das bedeutet jedoch nicht die Entscheidung aufzuschieben. Im Gegenteil.
Wenn wir uns gewahr werden und in die Stille kommen, in unserem spürenden Körper sind, dann werden die Sinne weit.
In etwa so, wie ein Wein Sommelier.
Ein Sommelier ist tief in seinem spürenden Körper, er ist in seinen Sinnen weit. Darum kann er auch viel mehr Details aus dem Wein erfassen. Auch verfällt er nicht in Verstrickungen und Gedankenketten, sondern benennt konkret das Gefühlte. Also ist er direkt im hier und jetzt und spürt was genau jetzt ist. Wie auch im Pali-Kanon die Sinne Welt und die feinkörperliche Welt.
Wenn wir dagegen das Etikett lesen und darauf steht „lieblich“, dann wollen wir auch automatisch, dass der Wein süss und lieblich schmeckt. Ob das wirklich so ist, wissen wir nicht. Wir kaufen ihn, weil wir uns vorstellen, wie der Wein schmeckt.
Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.
J. K. Rowling
So in etwa ist es für mich mit schwierigen Entscheidungen. Nur wenn ich sie direkt spüren kann, sind sie für mich gut. Gebe ich mich der Vorstellung hin, wie es nach dieser Entscheidung sein wird (hier gibt es unzählige Möglichkeiten), dann ist das keine gute Entscheidung. Sie basiert dann lediglich auf meine Vorstellungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Mein Gehirn spielt unzählige Informationen hinzu und meine Sinne sind ehr eng. Denn dann kommt unter Umständen Angst mit ins Spiel. Und Angst ist niemals eine gute Entscheidungsgrundlage.
Die Übung dazu ist Zazen oder eben Zazenkai, einfach sitzen.